Durch die Spiegelung des Bewu�tseins

1922 lernte Vita Virginia Woolf kennen, mit der sie bis zu deren Tod 1941 befreundet blieb.
W�hrend Vita sie als erfolgreiche Schriftstellerin und Intellektuelle bewunderte, war Virginia von Vitas Charakter und St�rke fasziniert:
"Ich mag sie & das Zusammensein mit ihr & den Glanz - sie verbreitet ein Strahlen von brennenden Kerzen, wenn sie beim Kr�mer von Sevenoaks daherschreitet auf Beinen wie Buchen, rosagl�hend, klunker- und perlenbehangen. Das ist das Geheimnis ihres Zaubers, vermute ich.... Da ist ihre Reife & Vollbusigkeit: wie sie so mit vollen Segeln auf hoher See kreuzt, w�hrend ich auf Nebengew�ssern dahind�mple(...) das ist, was ich mir immer am meisten von jedem gew�nscht habe."
Virginia Woolf, Tagebuch, 1925

Die Liebesbeziehung und Freundschaft dieser so unterschiedlichen Frauen sind durch ihren intensiven Briefwechsel sehr gut dokumentiert. Auch auf literarischem Gebiet war ihr Austausch �u�erst anregend.
In "Orlando", einer fiktiven Biographie, beschrieb Virginia Woolf 1928 Vitas Leben in beeindruckenden Bildern: das Wesen "Orlando", das in mehreren Jahrhunderten lebt, verwandelt sich im Laufe der Geschichte von einem jungen Mann in eine Frau. Fotografien in dem Buch verwiesen deutlich darauf, da� Vita Sackville - West die "Vorlage" zu Orlando war. Vita war geschmeichelt von der Genauigkeit, mit der Virginia ihren Charakter - zum Teil liebevoll und zum Teil auch zynisch - skizzierte und ihr am Ende Liebesymbolisch das Familienerbe Knole zur�ckgab. Vitas Sohn Nigel
bezeichnete "Orlando" sp�ter als den "l�ngsten und bezauberndsten Liebesbrief der Literatur".
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Virginia Woolf Vita Sackville-West

Eine m�de Schwimmerin im Meer der Ewigkeit
lass ich die Wellen �ber mir zusammen schlagen
sink durch Jahrhunderte in eine andere zeit
und finde Schlo� und Rose. die dort begraben liegen

Kein Herz, wie Freunde, brechen und kein
Vertrauen ent�uschen sie, wie�s die Liebe kann
Sie brauchten immer nur sich selbst treu zu sein
Ein angemessenes Ende ist der Tod und rein
F�r Blume, Freund und Liebe
V.S.West



Orginal Words Fail Me 29-May-1929
Virginia Woolf audio



virginia woolf
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WoolfVirginia/ kurzbiographie
http://www.utoronto.ca/IVWS/
more info and links virginia woolf englisch
http://www.orlando.jp.org/VWSGB/dat/vwbiog.html

vita sackville -west more info
http://www.lespress.de/052001/texte052001/stadtlandfluss.html
http://users.library.fullerton.edu/scox/vitaswbib.htm
http://www.invectis.co.uk/sissing/
1930 fand Vita Sackville - West das Anwesen in Sissinghurst
1938 wurde der Garten zum ersten Mal f�r ein Wochenende �ffentlich zug�nglich gemacht - und schon 1939 kamen an diesen beiden Tagen �ber 800 Besucher!1952 kam sogar die K�niginmutter, Elisabeth I., auf Besuch nach Sissinghurst.the garden-wird heut noch zahlreich besucht



Tageb�cher 1 |
Tageb�cher 2
| Tageb�cher 3 |
Deutsch von Maria Bosse-Sporleder
S. Fischer Verlag
In Virginia Woolfs k�nstlerischem Schaffen waren die Jahre 1925 bis 1930 eine besonders produktive Zeit. Mrs Dalloway, von ihr selbst einmal als der gelungenste ihrer Romane bezeichnet, und der erste Band der Essaysammlung Der gew�hnliche Leser kamen 1925 heraus, von der Presse viel beachtet und gelobt. Im folgenden Jahr nahm der Roman Zum Leuchtturm Gestalt an; er erschien 1927. Auch der erste Entwurf zu Die Wellen f�llt in diese Zeit. Sie k�nne �gar nicht schnell genug kritzeln, um alles an die Oberfl�che zu bringen�, notierte Virginia Woolf im Tagebuch. Tats�chlich schrieb sie Orlando, ihre Huldigung an Vita Sackville-West, innerhalb eines halben Jahres, von Oktober 1927 bis M�rz 1928. Im Februar 1930 schlie�lich erschien ihr ber�hmter gro�er Essay Ein Zimmer f�r sich allein.
Die f�nfb�ndige Edition der Tageb�cher, �das letzte bedeutende Werk Virginia Woolfs, das der �ffentlichkeit �bergeben wird� (Quentin Bell), ist nicht nur die wichtigste Quelle f�r die Erforschung von Leben und Werk. Dieses Dokument ihres inneren und �u�eren Daseins offenbart zwischen Alltagsbanalit�ten und dem so sehr geliebten Familien- und Gesellschaftsklatsch einen ganz eigenen poetischen Chrarakter.

Zum Leuchtturm, v.woolf-S.Fischer 1991
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In ihrem Roman "Leuchtturm" beschreibt Virginia Woolf den Moment der Wahrnehmung, indem ihr etwas begegnet, und sie sich dadurch innerlich ver�ndert f�hlt. "So nahmen wir ein kleines Boot, dachte sie, und begann, sich eine Abenteuergeschichte zu erz�hlen, wie sie sich von einem sinkenden Schiff rettete. Doch als jetzt das Meer durch ihre Finger flutete, ein Zweig aus Seetang hinter ihnen verschwand, hatte sie keine Lust, sich ernsthaft eine Geschichte zu erz�hlen; es war das Gef�hl des Abenteuers und des Entrinnens, wonach ihr der Sinn stand, denn sie dachte dar�ber nach, w�hrend das Boot weitersegelte, wie der Zorn ihres Vaters �ber die Himmelsrichtungen James' st�rrisches Beharren auf dem Pakt und ihre eigene Ver�ngstigung sich s�mtlich aufgel�st hatten, s�mtlich vergangen waren, s�mtlich davon gestr�mt waren. Was kam nun als n�chstes? Worauf hielten sie zu? Aus ihrer Hand, die eiskalt und tief ins Meer gestreckt war, sprudelte eine Font�ne der Freude empor, �ber die Ver�nderung, �ber das Entrinnen, �ber das Abenteuer (dass sie am Leben war, dass sie da war)".
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Orlando. v.woolf-Eine Biographie, S. Fischer 1990
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Dieses Buch ist eine Huldigung Virginia Woolfs an die Schriftstellerin Victoria Sackville-West, z�rtlich Vita genannt. In dem jungen, wandelbar-unwandelbaren Orlando, dessen abenteuerliches Leben 400 Jahre umspannt, sieht Virginia Woolf ihre Freundin als Verk�rperung ihrer Vorfahren, der Grafen und Herz�ge Sackville. Bald ist Orlando ein sch�ner J�ngling, G�nstling Elizabeths I., bald eine Frau, die in Konstantinopel bei einem Zigeunerstamm lebt, dann wieder im England des 17. und 18. Jahrhunderts eine Dame der gro�en Gesellschaft, die, als Mann verkleidet, verbotene Abenteuer sucht. In der Gegenwart angekommen, ist Orlando eine Dichterin, die, wie Vita Sackville-West 1928, einen Literaturpreis erh�lt. Diese einzigartige, virtuose Romanbiographie geh�rt zu den unverg�nglichen Werken der Weltliteratur.

Ein Zimmer f�r sich allein, v.woolf-Fischer Taschenbuchverlag 1995
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Auszug:
Aber, so werden Sie sagen, wir baten Sie doch, �ber Frauen
und Fiction* zu sprechen - was hat das mit einem Zimmer
f�r sich allein zu tun? Ich will versuchen, es zu erkl�ren. Als
Sie mich baten, �ber Frauen und Fiction zu sprechen, setzte
ich mich an das Ufer eines Flusses und fing an, dar�ber
nachzudenken, was mit diesen Worten gemeint sein konnte.
Sie konnten bedeuten: ein paar Bemerkungen �ber Fanny
Burney; ein paar mehr �ber Jane Austen; einen Beitrag �ber
die Brontes und eine Skizze von Haworth Parsonage im
Schnee; ein paar treffende Bemerkungen, wenn m�glich,
�ber Miss Mitford; einen respektvollen Hinweis auf George
Eliot; einen Hinweis auf Mrs. Gaskell, und man w�re fertig.
Aber auf den zweiten Blick schienen die Worte nicht so
einfach. Der Titel >Frauen und Fiction< konnte bedeuten -
und so haben Sie es wohl gemeint - Frauen und wie sie sind;
oder er k�nnte bedeuten, Frauen und die Fiction, die sie
schreiben; oder er k�nnte bedeuten, Frauen und die Fiction,
die �ber sie geschrieben wird; oder er k�nnte bedeuten, da�
alle diese drei Fragen irgendwie unentwirrbar miteinander
verbunden sind und da� Sie wollen, da� ich sie auch unter
diesem Gesichtspunkt behandle

Die Wellen, v.woolf-S. Fischer 1991
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Die Wellen, Virginia Woolfs sechster Roman, wurde 1931 ver�ffentlicht. Es ist das originellste und tiefgr�ndigste all ihrer B�cher, vielleicht ein Meisterwerk, ein �Klassiker
In den Wellen sind sechs Personen versammelt. Ihre Stimmen evozieren die Intensit�t der Kindheit, die Zuversicht und sinnliche Erfahrung der Jugend, das Losgel�stsein des mittleren Alters. Sinneswahrnehmungen, Emotionen, Reflexionen kommen und gehen im Voranschreiten des Erz�hlstroms wie die Jahreszeiten, wie die Wellen, die Sonne.

Mrs. Dalloway, v.woolf-S. Fischer 1997
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Mrs. Dalloway
Der gr��te Roman, den eine Frau im 20. Jahrhundert geschrieben hat
Clarissa Dalloway, Gattin eines Parlamentsabgeordneten, wird eine gro�e Abendgesellschaft in ihrem Haus im vornehmen Stadtteil Westminster geben. Sie macht Besorgungen, trifft Vorbereitungen, empf�ngt G�ste, wird allen konventionellen Anspr�chen gerecht. Dabei �berl�sst sie sich Erinnerungen und Gedanken, die die eigentliche Handlungsebene dieses Romans f�hren. In den Empfindungen, Assoziationen und Visionen spiegeln sich Vergangenheit und Gegenwart, Leben und Erleben. "Bei diesem Buch habe ich beinah zu viele Ideen. Ich will Leben & Tod, geistige Gesundheit & Wahnsinn zum Ausdruck bringen; ich will Kritik am Gesellschaftssystem �ben & es in Aktion vorf�hren, da wo sie am intensivsten ist." Das vermerkte Virginia Woolf 1923 in ihrem Tagebuch. Damals sollte der Roman noch "The Hours" hei�en, nach den Stundenschl�gen des Big Ben, die darin den Ablauf eines einzigen Tages - eines Junitages im Jahr 1923 - begleiten.


Virginia Woolf
Woolf V., Die Jahre
Roman
Klaus Reichert [Herausgeber]
Fischer Taschenbuch Verlag
'Die Jahre' sollte - so Virginia Woolf - alles aufnehmen - "Sexualit�t, Erziehung, Leben etc., etc." Die Chronik der Familie Pargiter und die Lebensl�ufe ihrer vier T�chter wurde so zum Meisterwerk Virginia Woolfs. "Diese Buch ist voll der sch�nsten Poesie des Lebens." "New York Times"
ISBN: 3-596-15521-5




Einige Romane von Vita Sackville - West:
"Challenge", 1923,
"Die Herausforderung", 1992
"The Edwardians" 1930, deutsch: "Schlo� Chevron",
1985
"Pepita", 1937, deutsch: "Pepita, Die T�nzerin und die
Lady", 1984
"Passenger to Teheran", 1926 deutsch: "Eine Frau
unterwegs nach Teheran", 1993

englische Buchtitel


�ber virginia woolf -- vita sackville- west:

Literatur �ber Vita Sackville - West:
Nigel Nicolson: "Portr�t einer Ehe", 1974
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Portr�t einer Ehe
Die Dichterin Vita Sackville-West und der Diplomat Harold Nicolson lebten in einer au�ergew�hnlich exzentrischharmonischen Ehe mit �eingebauten Sicherheitsventilen f�r Zigeunertriebe�. Als der Sohn Nigel Nicolson die Liebeserfahrungen seiner Eltern als intimes Dokument �ber �heidnisch-uferlose� und homoerotische Neigungen - die dritte im Bunde war Violet Trefusis - enth�llte, l�ste er eine Sensation aus. Er erlaubte detaillierte Einblicke in das Leben einer exklusiven, kulturell und politisch einflu�reichen Schicht der europ�ischen Gesellschaft: Churchill, Eden, Mitterrand, Proust, Cocteau, Colette und Virginia Woolf. Eine contemomle des 20. Jahrhunderts.Portr�t einer Ehe

James Lees - Milne: "Harold Nicolson", Biografie, 1980
Mitchell A.Leaska (Hrsg): "Trunken von Deiner Sch�nheit", Violet
Trefusis an Vita Sackville - West, 1993


Und sie liebten sich doch :
lesbische Frauen in der Geschichte /
Lesbian History Group (Hgin). G�ttingen: Daphne, 1991. (ISBN: 3-89137-010-5)

Ines Rieder: Wer mit wem? : Hundert Jahre lesbische Liebe. M�nchen: Dt. Taschenbuchverl., 1997. . (ISBN: 3-423-36054-2)


Victoria Glendinning, Vita Sackville-West. Eine Biographie. fischer-isbn-3-596-11283-4


virginia woolf und vita sackville-west - so geheim und vertraut- von susanne amrain---isbn 3-518-.38792-8


Jullian, Phillipe. Violet Trefusis: A Biography, Including Correspondence with Vita Sackville-West
Jullian, Phillipe and John Phillips. The Other Woman, A Life of Violet Trefusis. Houghton Mifflin, 1976